Logbuch

Auftakt Winterlager

Mini 6.50

Samstag 25.11.2017

Die Polka steht noch auf dem Platz vor dem Werftgebäude, wird aber langsam trocken und sauber.

Der Rumpf wurde von den Mitarbeitern der Werft beim Rauskranen mit einem Dampfstrahler gereinigt, das kann man ganz deutlich sehen. An einer Stelle, wo unsere Sicherungsgurte für die schadhafte Stelle waren, mache ich (leider achtlos, ohne ein Foto zu schießen) ein dickes Bündel Miesmuscheln und Seetang ab. Oh Mann, wenn das ganze Boot so aussah, waren zig Kilo Muscheln unten am Rumpf.

Mini 6.50Nach dem Ankommen sind wir gleich in die “Meisterbude” gegangen und haben das Besitzerehepaar interviewt, wie der Stand ist. Der Sachverständige war mittlerweile da und hat sich den Schaden noch einmal im Trockenen angesehen. Da wir noch nichts von der Versicherung gehört haben, ist das wohl noch in Arbeit. Aber das heißt für uns, wir können jetzt endlich loslegen und die Winterarbeiten beginnen.

Zunächst haben wir einen Heizlüfter ins Boot gestellt und die Backskisten geöffnet. Endlich kann das Boot etwas trocknen.

Dann haben wir die Seereling abgebaut. Da eine Relingsstütze krum ist und von vielen Befestigungsschrauben Haarrisse im Gelcoat abgehen, haben wir auch die abgenommen. Es ist schon manchmal verwunderlich: Die Relingsstützen sind mit je drei durchgesteckten Bolzen befestigt und dennoch wurde noch zusätzlich ein Monsterkleber verwendet. Dadurch haben wir beim Lösen an drei Stellen große Stücke Gelcoat aus dem Rumpf gerissen. Also noch drei Stellen, die wir sobald wir in der Halle sind, flicken müssen.

Crashbox

Um den Bugkorb lösen zu können, musste die Crashbox geöffnet werden. Die Crashbox ist vorne in der Spitze, wo andere Boote ihren Ankerkasten haben. Ausgelegt mit dicken Styroporblöcken, abgeteilt durch Sperrholz, damit nicht gleich Wasser ins Boot kommt wenn man einen Container rammt. Überraschung: Kein Gammel in der Chrashbox, alles trocken.

Da das so gut geklappt hat, musste auch gleich die große Holzplatte unter der Vorschiffskoje dran glauben. Sie deckt die großen vorderen Auftriebskörper ab. Durch die viele Feuchtigkeit der letzten Wochen ist auch die Platte total feucht ebenso das Gerippe, auf das die Platte geschraubt war. Wir lassen das alles jetzt erstmal trockenen. Hoffentlich müssen wir nicht den kompletten Innenausbau auswechseln!

ThomasUnd dann wurde geschliffen. Drinnen wie draußen. Drinnen muss die komplette Innenfarbe runter. Die blättert an vielen Stellen ab. Wir haben uns bereits Vorstreichfarbe und einen weichen Innenraumlack von Epifanes bestellt. Super teuer das Zeug, soll aber auch dann nicht abblättern, wenn das Boot “arbeitet”. Normaler Lack sei zu hart.

 

Seepocken

Draußen mussten die vielen Reste von dem großflächigen Seepockenbefall runter. Immer schön über Kopf mit dem Excenterschleifer. Jammer.

 

 

 

Als Letztes haben wir uns den Mast vorgenommen. Alle Drahtseile mussten ab. Wir wollen alle Wanten, die Backstagen und das Vorstag austauschen, da sie schon 8 Jahre alt sind, und nach 8 Jahren soll man Drahtseile spätestens austauschen.

Mastbeschlag für BaumniederholerAußerdem war die mastseitige Befestigung des Baumniederholers abgebrochen. Dazu mussten die Poppnieten ausgebohrt werden.

Morgen wollen wir nur vormittags ans Boot und die Reste von den heutigen Arbeiten zu Ende bringen. Also innen weiter schleifen und außen muss noch die Bleibombe von Seepocken und ihre Spitze komplett vom Antifouling befreit werden. Die ist vorne aufgeplatzt, als der Vorbesitzer eine Grundberührung hatte, und muss gespachtelt werden.

Ab Nachmittags haben dann auch wir Wochenende. Es geht ins Lutterbeker, Tango tanzen. In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen schönen und erholsamen Sonntag,

eure MINImalisten Katrin und Thomas

 

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