Etappe

2. Etappe: Platz 14 (Am Herrentisch) bis Platz 7 (Kalmit)

Burg Erfenstein

Wir werden vom lauten Gequatsche der Studenten wach und packen ein. Das Zelt ist doch nicht sooo gut. Das Innenzelt klebt morgens am nicht optimal gespannten Außenzelt. Hätte es geregnet, wäre das undicht geworden. 

Wir kochen Kaffee (nur Instant) und essen selbstgebackene Müsliriegel zum Frühstück. Dann geht es bergab bis zum Bäcker in Esthal. Da kaufen wir die letzten 4 Halbliterflaschen Wasser und bekommen unsere Flaschen am Wasserhahn aufgefüllt. Wasser ist für heute gesichert, das Frühstück essen wir am Dorfbrunnen.

Wir kommen an der Burg Erfenstein vorbei, von der nur noch ein Turm übrig ist, aber die Aussicht ist schön.

Verpflegung unterwegs – Fehlanzeige

Wir entscheiden uns für einen Weg an einem Bach entlang. Ich hoffe auf eine Stelle, an der ich mich waschen kann. Das wird aber nichts denn der Bach verläuft immer weit unterhalb des Wegs. Es geht bergauf. An der Hellerhütte hoffen wir vergebens auf einen Kaffee. Alles zu, nicht mal an die Tische und Bänke darf man sich setzen. Die drohen gleich mit Ordnungsstrafe (Corona). Also weiter bergauf bis zur Totenkopfhütte. Die hat aber leider auch zu. Inzwischen wäre etwas gutes zu Essen echt nicht schlecht, also beschließen wir noch einen Umweg zur römischen Wachstube in Kauf zu nehmen. Wir hoffen auf die Waldhütte an den Fichten. Die hat aber auch zu. Aber wir haben schon mehrfach Werbeschilder der Grillhütte gesehen: Täglich geöffnet. Das versuchen wir jetzt auch noch, leider auch ohne Erfolg. Der Spaß hat uns mehr als 100 Höhenmeter gekostet, die es nun zusätzlich steil den Berg hoch geht. Der Weg wird aber wunderschön an einem Bach entlang geführt und geht über 5 kleine Brücken von einer Bachseite zur anderen bis zur Wolselquelle. Hier kommt mal richtig Wasser aus einer in Stein gefassten Quelle. Kein Mensch weit und breit, Zeit für eine erfrischende Katzenwäsche. Dann geht es die letzten Meter zum Trekkingplatz rauf.

Der schönste Trekkingplatz im Pfälzerwald

Der Trekkingplatz Kalmit liegt in einem lichten Kiefernwald mit grünen Blaubeerpflanzen (?) darunter auf einer Bergkuppe. Das sieht so gar nicht nach deutschem Wald aus und duftet nach Sonne. 

Die quatschenden Studenten sind auch wieder da und wir suchen uns einen ebenen Platz auf der anderen Seite der Feuerstelle. Platz ist hier genug und es gibt auch viele ebene Stellen.

Nahe der Feuerstelle steht ein geräumiges Zelt mit viel Equipment davor. Es gehört einem Ehepaar, das schon mal anfängt Feuer zu machen. Super! Auf dem Weg vom Klo finde ich auch noch einen schönen dicken Ast, den ich beisteuern kann. Das Pärchen fängt an zu Kochen, es werden drei Gänge mit allem drum und dran und einigen Dosen Bier. Wie haben die beiden nur all das Zeug mitgeschleppt? Sie outen sich später als “Glamper”. Normalerweise würden sie auch wandern, aber wegen Corona hätten sie Sorge gehabt, kein Wasser und Essen zu bekommen und so stehen sie unten auf dem Parkplatz mit ihrem Auto. Ich bin ein wenig neidisch und finde, sie hätten ruhig eine Runde Bier für die “echten” Wanderer mitschleppen können. Dann hätte unser Kartoffelpü mit Röstzwieblen noch  besser geschmeckt.

Das andere Extrem leben zwei Studenten die kein Wasser mehr haben. Ich erzähle ihnen von der Wolselquelle und sie machen sich mit ihrem 5 Liter Kanister noch mal auf den Weg.

Wir bleiben noch eine ganze Weile am Feuer sitzen. Durch die Bäume kann man über das Land den Sonnenuntergang sehen. 

Das ist wirklich ein besonderer Ort!

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