Segeln ohne Thomas

Mini 6.50

Die Polka bin ich bis auf einen Ausflug bei wenig Wind nie ohne Thomas gesegelt.

 

Zwei Umstände haben mich bisher davon abgehalten: Der Außenborder ging gerne beim Umschalten in den Rückwärtsgang aus, was sich bei Wind in einer engen Boxengasse nicht so gut macht, und vor der Hafeneinfahrt habe ich den Motor manchmal nicht an bekommen, was sehr übel ist. Und das Großsegel ist schwer zu setzen. Zum einen einfach kräftemäßig, zum anderen, weil sich das weit ausgestellte Segel beim Setzen in den Lazyjacks verfängt. Ohne Lazyjacks dagegen fährt der Wind ins Segel, dass auf Deck liegt. Das ist auch nicht besser. Dann ist es auch schwer, das Boot bei Welle mit dem Außenborder gegen den Wind zu halten. Da braucht man Übung.

Aber nun ist mein jüngster Sohn Sam zu Besuch und will segeln. Er ist praktisch veranlagt, unerschrocken und segeln kann er. Der neue Außenborder wirkt vertrauenerweckend. Also los. Ich erkläre Sam, wie alles funktioniert und überrasche mich dabei selbst. Ich bin mir sicher, ich weiß, wie alles funktioniert. Na dann. Der Aussenborder springt auch sofort an und tuckert willig vor sich hin. Leinen los.

Segeln mit dem Mini 6.50

Vor Wendtorf setzen wir Segel. Moment mal: Das Fall sieht unten anders aus als sonst. Ich gehe nachsehen. Das Fall hat sich im Block zwischen die Rolle und die Außenseite vom Block gezogen. Mist. Unser Fall hat nur 6 mm Durchmesser und die Rolle ist nicht mehr die Neuste. Der Mantel ist komplett durchgescheuert. Der leicht angeknabberten Dyneemaseele traue ich aber noch eine Fahrt zu. Wir beschließen, es drauf ankommen zu lassen und nehmen Kurs auf Damp, hoch am Wind. Wir haben Spaß. In Damp finden wir gleich einen Liegeplatz und machen uns auf den Weg zur Pizzeria Venezia, lecker essen. Mit Billard spielen hinterher wird es nichts, da wird renoviert. Also geht es früh in die Koje. Ich bin geschafft vom Segeln, Sam brütet einen Infekt aus, wie sich später zeigt und so schlafen wir beide wie die Murmeltiere. Frühstück gibt’s in der Bäckerei. Mit dem Mini hat man immer eine Ausrede für Luxus parat. Und dann geht’s wieder los. Heute ohne Reff mit halbem Wind. In der Spitze haben wir über 9 Knoten auf dem Tacho. Eigentlich allerbeste Bedingungen um den Code Zero zu ziehen und ins Gleiten zu kommen, aber ich habe Bedenken mit unserem angefressenen Großfall. Sam sitzt aber auch so zufrieden am Ruder. Ich glaube, er kommt gerne wieder mit.

Wenn das Fall repariert ist, geht es wieder los!

 

Wendtorf – Damp

Jahr:          Reise Nr. :
Datum: 31-05-2019
Ausgangshafen :          Zielhafen :
Distanz: 16 sm    signifikantes Wetter: windig

Mini 6.50

Damp – Wendtorf

Jahr:          Reise Nr. :
Datum: 01-06-2019
Ausgangshafen :          Zielhafen :
Distanz: 16 sm    signifikantes Wetter: super Segelwetter

Mini 6.50