Logbuch

Sturmschaden – wer zahlt?

Sturmschaden

Sonntag

Sturmstärke
Sturmstärke

Um vier Uhr früh rappelt es so stark am Fenster, dass wir beschließen nach dem Boot zu schauen. An Schlaf ist eh nicht zu denken. Eigentlich nicht viel passiert draußen, nur eine Ampel hängt schief rum. Mal schauen.

SturmschädenAm Steg alles in Ordnung. Wir justieren ein wenig die Leinen und beschließen, dass alles so bleiben kann. Nur das Boot in Luv von unserem hat vielleicht ein wenig dünne Leinen und keine Ruckdämpfer dran. Das läßt sich nicht ändern. Zu Hause schlafen wir tief, fest und lange. Mittags dann der Anruf von der Marina Wendtorf: Das Nachbarboot hat sich losgerissen, ob die unsere Telefonnummer an den Besitzer des Nachbarbootes weitergeben dürfen. Klar, dürfen sie, wir fahren auch gleich los nach Wendtorf.

Die Besitzer des Nachbarboots sind auch vor Ort. Sehr entspannt. Sie sind ja versichert und sind sich auch keiner Schuld bewußt. Unser Boot sieht schlimm aus. Die obere Deckskante an der sich Rumpf und Deck treffen hat sich auf einem Meter Länge abgelöst. Durch einige Löcher scheint die Sonne ins Boot. Das wird teuer. Die Frage ist, zahlt das die Versicherung des Nachbarboots? Wenn der Nachbar der Versicherung melden würde, dass er nur 10 mm Leinen und keine Ruckdämpfer zum Vertäuen benutzt hat vielleicht schon. Aber danach sieht es nicht aus. In Deutschland gilt die Verschuldungshaftung. Ein Bootseigner haftet nur für Schäden, die er fährlässig herbeigeführt hat. Wie sollen wir die viel zu dünnen Leinen heute noch beweisen? Mit der Polka haben wir leider Kaskoversicherung die bei solchen Schäden einspringen würde.

Drückt uns die Daumen, dass der Nachbar das mit seiner Versicherung regelt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Eure Polka-Fahrer

 

So geht’s weiter

 

 

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